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Zwiebeln schneiden, um zu lange bleibenden Besuch zu vergraulen (Gedicht)

Schön war der Nachmittag mit uns beiden.

Gespräche mit Tiefgang – wir erzählten einander, worunter wir leiden.

Doch irgendwann will jeder mal seine Ruh.

Meine Andeutungen verstandest du nicht, also kam ich dazu:

 

Ich dachte mir: „Wie könnt ich dich dezent vergraulen,

ohne dich dabei zu beleidigen? Was ist zu langweilig zum Zuschauen?

Also nahm ich mir den Korb mit Zwiebeln,

befreite die hässlichen von ihrer alten Haut, schnitt sie in kleine Stückchen, legte sie in Hügeln.

Du spürtest, du müsstest gehen nun.

Ich war froh, denn ich hatt auch noch andres zu tun.

 

Bild von OpenClipart-Vectors auf Pixabay

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